e*thirteen Sidekick 2.0 – weniger Gelaber, mehr Ruhe im Bike

Es gibt so Themen im Mountainbiken, die werden seit Jahren ignoriert, obwohl sie jeder kennt. Pedal Kickback ist genau so eins. Du fährst einen Trail runter, das Fahrwerk arbeitet, alles ist eigentlich gut und dann kriegst du plötzlich einen Schlag übers Pedal zurück. Nicht dramatisch, aber genug, dass es dich nervt. Und genau da setzt e*thirteen mit der Sidekick 2.0 an.
e*thirteen Sidekick 2.0 – Die Idee ist simpel, aber irgendwie musste da erstmal jemand drauf kommen. Statt immer schneller greifender Freiläufe, die dir sofort jeden Tritt umsetzen, geht die Sidekick bewusst einen Schritt zurück. Die entkoppelt dein Pedalsystem vom Hinterrad, sobald du nicht trittst. Heißt übersetzt: Dein Fahrwerk kann arbeiten, ohne dass die Kette dazwischenfunkt.

Und das ist genau der Punkt, den viele unterschätzen. Dein Hinterbau ist kein statisches Teil. Der bewegt sich. Und jedes Mal, wenn er das tut, verändert sich die Kettenlinie. Bei normalen Naben sorgt das für Spannung. Und diese Spannung landet direkt bei deinen Füßen. Willkommen beim Pedal Kickback.
Mit der e*thirteen Sidekick 2.0 passiert genau das nicht mehr in der Form. Du hast einen definierten Leerweg im System. e*thirteen nennt das Deadband. Klingt erstmal nach Marketingbegriff, ist aber im Grunde nur ein bewusst eingebautes Spiel im Freilauf. Und dieses Spiel sorgt dafür, dass dein Fahrwerk arbeiten kann, ohne dass es gegen deinen Antrieb kämpfen muss.

Die neue Version, also die e*thirteen Sidekick 2.0, macht das Ganze nochmal sauberer. Weniger Reibung, weniger Widerstand, insgesamt ein freieres Gefühl. Das ist nicht dieses typische „wir haben 2 Prozent verbessert und schreiben 20 Prozent drauf“. Das merkst du wirklich, sobald du das Ding im Bike hast.
Vor allem bergab wird das interessant. Das Bike wirkt ruhiger. Nicht langsamer, nicht schwammig, sondern einfach stabiler. Gerade in ruppigen Passagen, wo viel Bewegung im Fahrwerk ist, fühlt sich das Ganze kontrollierter an. Weniger Stress in den Beinen, weniger dieses leichte Gegendrücken im Pedal, das dich irgendwann nervt, auch wenn du es oft gar nicht bewusst wahrnimmst.

Und dann kommt der Moment, wo viele erstmal komisch gucken. Du trittst an und es passiert… nichts. Also nicht nichts, aber eben nicht sofort. Du hast diesen Leerweg, bevor die Kraft greift. Das ist gewollt. Und ja, das fühlt sich am Anfang falsch an.
Gerade wenn du technisch unterwegs bist, vielleicht mal kurz einen Pedalkick brauchst, musst du dich umstellen. Das ist kein Plug-and-Play-Upgrade, wo alles sofort besser ist und du dich um nichts kümmern musst. Die Sidekick verändert dein Fahrgefühl. Punkt.
Wenn du viel bergab fährst, Bikepark, Enduro, schnelle Trails, dann spielt sie ihre Stärken voll aus. Da willst du Ruhe im Bike. Da willst du, dass dein Fahrwerk arbeitet und nicht gegen dich. Genau dafür ist das Ding gebaut.
Wenn du aber jemand bist, der ständig Druck auf dem Pedal braucht, der viel technisch bergauf fährt, der schnelle Reaktionen im Antrieb will, dann kann dich das nerven. Dann ist das nichts, was du blind kaufen solltest, weil es sich gut anhört.
Und jetzt noch das Thema E-Bike, weil das natürlich sofort kommt. Ja, funktioniert. Aber man sollte verstehen, was da passiert. Du hast Motorunterstützung, du hast diesen Leerweg und dann greift das System. Das kann sich richtig gut anfühlen, weil das Bike noch ruhiger wird. Kann aber auch ungewohnt sein, wenn der Schub minimal verzögert kommt. Ist kein Drama, aber du musst wissen, was du da tust.
Unterm Strich ist die e*thirteen Sidekick 2.0 kein klassisches Upgrade. Das ist eher ein Richtungswechsel. Du entscheidest dich bewusst für ein anderes Fahrverhalten. Mehr Fokus auf Fahrwerk, weniger auf direkten Antrieb.
Und genau deswegen wird das Ding polarisieren. Die einen fahren das und sagen: endlich Ruhe. Die anderen steigen ab und sagen: was ist das für ein komisches Gefühl.
Beides ist legitim.

Technische Daten der e*thirteen Sidekick 2.0
Wer jetzt nicht nur Gefühl, sondern auch Fakten braucht, hier kommt das, was e*thirteen offiziell rausgibt. Und ja, da steckt mehr dahinter als nur Marketing.
Die e*thirteen Sidekick 2.0 gibt es in verschiedenen Varianten, je nachdem, was du fährst und wie dein Laufrad aufgebaut ist. Gerade die Auswahl bei den Lochzahlen ist wichtig, wenn du nicht irgendeinen Standard-Aufbau fährst.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Lochzahl: 28 Loch oder 32 Loch
- Einbaubreite: Boost 148 mm
- Freilaufoptionen: SRAM XD, Shimano HG, Microspline
- Deadband einstellbar: 12, 15 oder 18
- Achsstandard: 12 mm Steckachse
- Einsatzbereich: Enduro, Trail, E-MTB
- Freilaufprinzip: entkoppelter Antrieb beim Rollen
Was dabei wirklich entscheidend ist, ist nicht die Lochzahl oder der Freilauf. Das Ding lebt vom System dahinter. Dieses einstellbare Deadband ist der Kern der ganzen Geschichte. Damit bestimmst du, wie viel Spiel du im Antrieb hast, bevor er greift.
12 Grad fühlt sich noch relativ direkt an.
18 Grad ist schon deutlich entkoppelt und eher was für Leute, die maximalen Fokus auf Fahrwerk und Ruhe im Bike legen.
Wenn du dir die Details anschauen willst oder direkt in die Varianten rein willst, geh hier rein: https://ethirteen.eu/products/sidekick-rear-mtb-hub
Und für den allgemeinen Überblick zur Technik und zum System:
https://www.ethirteen.com/pages/sidekick-hubs
Wenn du Bock hast, das auszuprobieren, dann geh über den offiziellen Shop:
Mit dem Code rockster10 bekommst du 10 Prozent auf die e*thirteen Sidekick 2.0 und bei den Preisen ist das jetzt nicht komplett egal.